Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Er richtet den Blick auf eine Erkrankung, vor der viele Menschen mehr Angst haben als vor fast jeder anderen. Was dabei kaum jemand weiß: Einer der wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für eine Demenz sitzt im Ohr. Der Experte Johannes Schubert von Hörwelt Schubert in Dresden erklärt, was Hören und Gedächtnis miteinander zu tun haben.

Hören ist weit mehr als eine Leistung der Ohren. Erst im Gehirn werden aus Schallwellen Sprache, Musik und vertraute Stimmen. Lässt das Gehör nach, kommen dort weniger Informationen an – und das Gehirn muss die Lücken selbst füllen.

Warum unbehandelter Hörverlust dem Gehirn schadet

  • Höranstrengung: Wer schlecht hört, muss ständig kombinieren und raten. Diese Energie fehlt an anderer Stelle – etwa beim Merken des Gesagten.
  • Weniger Reize: Bleiben Höreindrücke dauerhaft aus, werden die zuständigen Hirnareale seltener genutzt.
  • Sozialer Rückzug: Gespräche werden anstrengend, Einladungen werden abgesagt. Genau der Austausch mit anderen aber hält geistig fit.
  • Weniger Bewegung und Unsicherheit: Wer sich im Alltag nicht mehr sicher orientiert, geht seltener vor die Tür.

Was die Forschung sagt

Die internationale Lancet-Kommission zur Demenzprävention führt eine unbehandelte Hörminderung seit Jahren unter den bedeutendsten beeinflussbaren Risikofaktoren auf – besonders im mittleren Lebensalter. Und eine große US-amerikanische Langzeitstudie aus dem Jahr 2023 zeigte: Bei älteren Menschen mit erhöhtem Risiko verlangsamte eine gute Hörgeräteversorgung den geistigen Abbau innerhalb von drei Jahren deutlich.

Wichtig zu wissen: Schlechtes Hören verursacht keine Alzheimer-Erkrankung. Aber es ist ein Risikofaktor, den man – anders als das eigene Alter oder die Gene – tatsächlich beeinflussen kann. Und genau das macht ihn so wertvoll.

Was Sie selbst tun können

  • Lassen Sie Ihr Gehör ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig überprüfen – ein Hörtest dauert nur wenige Minuten.
  • Warten Sie nicht, bis das Umfeld Sie darauf anspricht. Im Schnitt vergehen sieben Jahre zwischen den ersten Anzeichen und dem ersten Hörgerät.
  • Nehmen Sie Hinweise von Familie und Freunden ernst – Angehörigen fällt ein Hörverlust meist zuerst auf.
  • Schützen Sie Ihr Gehör vor Lärm, damit es gar nicht erst nachlässt.
  • Bleiben Sie im Gespräch: Kontakte, Hobbys und Bewegung sind die beste Vorsorge fürs Gehirn.

Ein Hörtest ist schnell gemacht, tut nicht weh und kostet in der Regel nichts. Er gibt Ihnen Sicherheit – und im besten Fall die Gelegenheit, früh zu handeln.

Nehmen Sie den Welt-Alzheimertag zum Anlass und vereinbaren Sie Ihren Termin bei Hörwelt Schubert in Dresden unter (0351) 89320162 oder schreiben Sie uns an info@hoerwelt-schubert.de. Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihr Gehör.

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