Otoplastik
Was ist eine Otoplastik?
Eine Otoplastik ist ein individuell gefertigtes Passstück, das im Ohr sitzt. Qualität und Ausführung der Otoplastiken verdienen besondere Sorgfalt, da sie sowohl den Tragekomfort als auch die akustischen Eigenschaften Ihres Hörsystems entscheidend mitbestimmen. Otoplastiken sind aus unterschiedlichen Materialien herstellbar, z. B. aus Silikon, Acryl oder Titan.
Folgende Arten von Otoplastiken können nach ihrem Verwendungszweck unterschieden werden: Hörgeräte-Otoplastiken (als Bindeglied zwischen Ohr und Hörgerät), individueller Gehörschutz, In-Ear-Monitoring (IEM) oder Spritzwasserschutz.
Perfekter Sitz im Ohr
Eine gute Otoplastik ist angenehm zu tragen und sitzt auch beim Sprechen oder Kauen sicher und ohne Druck im Ohr. Durchsichtig oder mattiert, exakt auf den individuellen Hautton abgestimmt, fällt sie im Ohr kaum auf.
Die äußere Form richtet sich nach der Anatomie des Ohres, dem gewünschten Halt und kosmetischen Aspekten. Die optische Gestaltung ist sehr vielseitig (Farbauswahl, Gravuren, Schmuck-Otoplastiken etc.).
Optimale Akustik
Ein guter Sitz Ihrer Otoplastik sorgt dafür, dass die verstärkten akustischen Signale Ihres Hörsystems konstant und ohne Einbußen Ihr Trommelfell erreichen. Durch Frequenzausgleichs- oder Belüftungsbohrungen, Gestaltung von Zapfen und Schallkanal, Einsatz von Filtern und akustischen Dämpfungselementen können sowohl die Übertragungscharakteristik als auch die Trageeigenschaften weiter optimiert und perfekt auf Sie zugeschnitten werden.
Grundlage für den perfekten Sitz ist die Abformung Ihres Gehörgangs und Ihrer Ohrmuschel.
Abdruckmasse:
Bei der Abdrucknahme unter Verwendung von Abdruckmaterial wird zähflüssige Silikonmasse in Ihr Ohr eingebracht, welche einige Minuten aushärten muss. Das Trommelfell bleibt dabei sicher durch eine Tamponade geschützt.
Diesen Abdruck versenden wir ans Labor, wo er dann mit einem 3D-Scanner abgetastet wird. Nach Auswertung der Daten kann dann die Otoplastik individuell für Sie gefertigt werden.
3D-Ohr-Scan:
Bei unserem modernen Alternativverfahren ohne Abformmasse, dem digitalen 3D-Ohr-Scan, erfolgt innerhalb weniger Augenblicke eine berührungslose, optische Abtastung des Gehörgangs mittels eines Handscanners. Da der Prozess rein digital abläuft, bleibt das Ohr völlig frei von Materialien und Rückständen. Das drucklose und minimalinvasive Verfahren eignet sich daher auch besonders für Menschen mit empfindlichen Gehörgängen.
Die gewonnenen 3D-Daten werden digital ans Labor übermittelt, was die Produktionszeit verkürzt. Zudem bleiben sie für spätere Nachbestellungen dauerhaft sowie verlustfrei abrufbar.